Wie ich Hundetrainerin geworden bin?

2016 zog unser erster Australian Shepherd bei uns ein – und zeigte uns schnell, was echte Energie und Arbeitsfreude bedeuten. Zwar hatten wir bereits Hundeerfahrung, doch wir mussten rasch feststellen: Hütehunde ticken einfach anders.

Ihre enorme Lernbereitschaft und ihr Wille zur Zusammenarbeit haben uns so beeindruckt, dass für uns schnell klar war, dass wir im Hundesport aktiv werden möchten. 2017 kam deshalb ein zweiter Aussie dazu.

Doch wie so oft im Leben lief nicht alles nach Plan. Unsere Hunde zeigten auf dem Trainingsplatz tolle Leistungen, waren im Alltag jedoch mit vielen Situationen überfordert. Australian Shepherds wurden ursprünglich dafür gezüchtet, eigenständig zu arbeiten, alles im Blick zu behalten und schnelle Entscheidungen zu treffen. Diese angeborenen Fähigkeiten führen in unserer heutigen Umwelt jedoch häufig zu Missverständnissen und Herausforderungen.

Wir suchten Unterstützung, zunächst in einem Verein, später bei verschiedenen Trainern. Doch so richtig helfen konnte uns niemand.

Also begann ich, mich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Auf der Suche nach fundiertem Wissen stieß ich auf das Schulungszentrum Ziemer & Falke für Hundetrainer. Ich startete die Online-Ausbildung mit wöchentlichen Seminaren und praxisnahen Aufgaben  und legte 2021 erfolgreich meine Prüfung ab.

Ein wichtiger Teil meines Weges war es, die Bedeutung von Genetik wirklich zu verstehen,  und zu lernen, wie man verantwortungsvoll damit umgeht.

Denn eines ist mir besonders wichtig: Unsere Hunde sind nicht perfekt. Wir Menschen sind es auch nicht. Genau deshalb arbeite ich besonders gerne mit Mensch und Hund als Team,  denn nachhaltiger Erfolg entsteht nur durch gegenseitiges Verständnis und eine klare, faire Kommunikation.

Ende 2025 absolvierte ich schließlich meine Hundetrainer-Prüfung in Wittlich und reichte meine Unterlagen beim Veterinäramt in Simmern ein.

Und nun ist es soweit: 2026 eröffne ich meine eigene kleine Hundeschule. Zunächst mobil  aber mit dem großen Wunsch, eines Tages ein eigenes Gelände zu haben.